Übersicht Widerstandsfühler / Thermoelement
Temperaturfühler in der Übersicht: Thermoelemente & Widerstandsfühler
Temperaturfühler sind essenziell für präzise Temperaturmessungen in industriellen Prozessen. Zu den gängigsten Bauformen zählen Thermoelemente und Widerstandsfühler – beide mit unterschiedlichen Funktionsprinzipien und Vorteilen.
Thermoelemente erzeugen eine sogenannte Thermospannung: eine Millivoltspannung, die durch die feste Verbindung zweier unterschiedlicher leitender Metalle entsteht. Die Temperaturaufnahme erfolgt punktgenau an der Fühlerspitze. Man unterscheidet zwischen potentialfreien und potentialgebundenen Thermoelementen – je nachdem, ob die Thermodrähte mit der Messspitze (Masse) verbunden sind.
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Potentialgebundene Thermoelemente bieten den Vorteil einer besonders schnellen Reaktionszeit auf Temperaturänderungen.
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Potentialfreie Thermoelemente verhindern zuverlässig Störungen, da keine Masseverbindung zur Steuerung besteht.
Widerstandsfühler funktionieren auf Basis des physikalischen Effekts, dass sich der elektrische Widerstand von Metallen bei Temperaturveränderungen verändert. In der Regel kommt ein Platinfühler PT100 zum Einsatz. Ein Vorteil: Für die Verlängerung ist keine spezielle Leitung notwendig – handelsübliche Kupferleitungen reichen aus.
Typische Bauformen von Temperaturfühlern:
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Mantelfühler
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Bajonettfühler
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Einschraubfühler
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Winkelfühler
Präzise Temperaturmessung mit Temperaturfühlern von HKE Tec
Temperaturfühler spielen eine zentrale Rolle in der industriellen Messtechnik. Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo Temperaturwerte präzise erfasst, überwacht oder gesteuert werden müssen. Dabei unterscheidet man vor allem zwischen Thermoelementen und Widerstandsthermometern – zwei bewährten Bauformen der Temperaturfühler.
Thermoelemente: robust und reaktionsschnell
Thermoelemente erzeugen durch eine feste leitende Verbindung von zwei unterschiedlichen Metallen eine Millivoltspannung – auch Thermospannung genannt. Die Temperaturaufnahme erfolgt punktförmig in der Fühlerspitze. Man unterscheidet zwischen potentialfreien und potentialgebundenen Thermoelementen.
Bei potentialgebundenen Elementen sind die Thermodrähte mit der Messspitze verbunden, was eine besonders schnelle Reaktion auf Temperaturveränderungen ermöglicht. Potentialfreie Thermoelemente hingegen sind elektrisch vom Messboden getrennt – ideal, wenn keine Störeinflüsse über die Masse übertragen werden dürfen.
Widerstandsthermometer: genau & langlebig
Ein Widerstandsthermometer – auch bekannt als Widerstandsfuehler – funktioniert auf Basis des temperaturabhängigen elektrischen Widerstands. Gängige Sensoren wie der Platinfühler Pt100 wandeln Temperaturänderungen in messbare Widerstandsänderungen um. Im Gegensatz zu Thermoelementen benötigen Widerstandsthermometer keine spezielle Verlängerungsleitung – handelsübliche Kupferleitungen reichen aus.
Bauformen unserer Temperaturfühler
Wir bieten verschiedene Temperaturfühler-Bauformen für industrielle Anwendungen:
– Mantelfühler
– Bajonettfühler
– Einschraubfühler
– Winkelfühler
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Übersichtsseite für Temperaturfühler.
Technische Grundlagen zu Widerstandsthermometern erläutert Wikipedia.
Mantelthermoelemente bestehen aus einem Außenmantel aus Metall und je nach Ausführung aus 2 bis 6 Innendrähten, das Thermomaterial. Die Isolation der Innendrähte besteht aus hochverdichtetem Magnesiumoxid Mg0. Mantelthermoelemente werden aufgrund der chemischen, mechanischen und elektrischen Stabilität überall dort eingesetzt, wo extreme Bedingungen herrschen. Durch den minimalen Biegeradius (ca. 5 x Außendurchmesser) können Mantelthermoelemente in schwer zugängliche Stellen eingepasst werden.
NiCr-Ni Typ K -200 …+1200°C
Fe-CuNi Typ J -200 … +800°C
Fe-CuNi Typ L -200 … +800°C
- Thermopaare :Fe-CuNi Typ L, Fe-CuNi Typ J, NiCr-Ni Typ K, Cu-CuNi Typ T usw. auch PT100 möglich
- Durchmesser:0,15mm, 0,25mm, 0.5mm, 1.0mm, 1,5mm, 1,6mm, 2.0mm, 3.0mm, 4.5mm, 6.0mm und 8.0mm
- Einbaulänge: frei wählbar von 50mm bis 20.000mm
- Anschlussleitung:PVC, Silikon, PTFE oder Glasseide mit VA-Mantel
- Temperaturbereich:je nach Konfiguration bis zu 1250°C
- Anschlussende: freie Enden oder Anschlussstecker je nach Anforderung
- Zubehör: Klemmverschraubung, Thermoleitung, Anschlussstecker
Durch die spezielle Messspitze sind die Bajonettfühler besonders für den Einsatz in planen und spitzen Bohrungen geeignet. Durch die formstabile Druckfeder ist ein konstanter Anpressdruck der Messspitze im Bohrloch gegeben, zudem bietet diese einen Kabelknickschutz. Durch den verstellbaren Bajonettverschluss kann die Einbaulänge je nach Bedarf variiert werden.
Die Bajonettfühler können mit allen gängigen Sensoren wie Pt100, Pt500, Pt1000 sowie Thermoelementen der Typen K, J, L usw. gefertigt werden
- Bajonettkappe: Messing vernickelt Durchmesser 12, 15 und 16mm Messpitze mit 118°
- Durchmesser 6mm oder 8mm
- Einbaulänge 5 – 50mm
- Federlänge: 180mm alternativ 250mm, Sonderlängen auf Wunsch
- Anschlussende: freie Enden oder Anschlussstecker je nach AnforderungTemperaturbereich:-60°C … +600°C (je nach Konfiguration)
- Zubehör: Einschraubnippel mit allen gängigen Prozessgewinden
Die Kabelfühler mit Anschlussleitung werden zur Temperaturmessung in flüssigen und gasförmigen Medien eingesetzt. Der Kabelübergang ist zugentlastet und kann bei Bedarf rolliert werden um den Messeinsatz vor Feuchte zu schützen. Enden mit jedem beliebigen Stecker konfektioniert
Temperaturbereich:-200°C …+650°C (je nach Konfiguration)
Zubehör:Tauchhülsen, Klemmverschraubungen oder Flansche
| Sensoren: | Pt100, Pt500, Pt1000, Ni1000, NTC, KTY oder Thermoelemente Typ K, J und L |
| Einbaulänge: | frei wählbar |
| Hülsendurchmesser: | von 1.0 … 8mm |
| Werkstoff: | Edelstahl, Messing, PVC, Aluminium |
| Spitzenform: | Je nach Anwendung spitz, plan oder Sonderbauformen |
| Anschlussleitung: | Je nach Anwendung PVC, Silikon, PTFE, Metallgeflecht oder andere |
| Anschluss: | Je nach Bedarf freie |
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